Dan Walwin

Dan Walwin, *1986 in Fromen, GBR, lives and works in Amsterdam, NED; studied at Goldsmiths College of Fine Art, London, GBR and Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam, 2014 Cess, jel ever terrass?, Playstation, Galerie Fons Welters, Amsterdam, NED 2012 tele-, P/////AKT, Amsterdam, NED 2011 tele-, Filmhuis Den Haag, The Hague, NED

op
2013

In Dan Walwins Video op manövriert sich ein Metallgerüst scheinbar selbstständig durch eine menschenleere nächtliche Szenerie. Es bahnt sich seinen Weg durch das Gestrüpp einer verwilderten Anlage, die einst als ökologische Forschungsstation diente, vorbei an kaputten Gewächshäusern und leer stehenden Bürocontainern oder sogar durch diese hindurch. Der rötliche Lichtschein einer Notfackel erhellt den Weg des mysteriösen Objekts nur notdürftig, während es sich entschlossen durch die verlassene Umgebung schiebt, ohne dabei einen Hinweis über Ziel und Zweck seiner nächtlichen Wanderung zu geben. Wie ein Schiffsbug ragt das Vorderteil des Metallobjekts starr ins Bild der Kamera, die seinen Weg aus der von Computerspielen bekannten Egoperspektive aufzeichnet. Dem Betrachter wird so der Anschein von Unmittelbarkeit vermittelt, fast so, als würde er sich gemeinsam mit dem Metallobjekt durch die Nacht bewegen und an einer Geheimoperation teilnehmen. Walwin verzichtet in diesem Video auf den Ton und lässt die Fahrt des Metallgerüstes in völliger Stille ablaufen, was die Rätselhaftigkeit der gesamten Situation nur weiter verstärkt. (ih)

  • VIDEO
  • Farbe: color
  • Länge: 06:47
  • Single-channel Video