Christoph De Boeck

Christoph De Boeck, *1972 in Antwerp, BEL, lives and works in Brussels, BEL; studied at KASK School of Arts, Ghent, BEL 2014 Sense of Sound, z33, Hasselt, BEL 2013 Artificial Nature, Exit Festival, Créteil, Maubeuge, Lille, Orléans, FRA 2012 Sounding City: Public Sound, Festival van Vlaanderen Kortrijk, Kortrijk, BEL

Cell
2012

Die monolithische Skulptur Cell offenbart sich erst beim Betreten als Klangplastik. Ein variabel im Raum positioniertes Netzwerk von Sensoren misst feinste Vibrationen innerhalb des Ausstellungsraumes und schickt diese drahtlos an ihre Empfänger im Inneren des Stahlzylinders. Insbesondere die tiefen Frequenzen werden, durch mehrere Körperschallwandler (Transducer) verstärkt, auf die Oberfläche des Stahlkokons übertragen. Die Skulptur wird zur Resonanzfolie ihrer Umgebungsschwingungen – gleichsam zum akustischen Fokus und zur Schnittstelle zwischen Besucher und Architektur. Gleichzeitig werden die Klangereignisse gespeichert und ebenfalls, in der Tonhöhe langsam ansteigend, als Loop wiedergegeben. Der Zylinder übernimmt die Funktion eines Endlagers für die Schwingungen des Gebäudes. Die ‚Melodie‘ ist im stetigen Wandel und mischt sich permanent aus Echtzeit- und modifizierten Klängen neu, bis nach einigen Stunden alle Bass-Frequenzen ‚verdampft‘ sind – wenn sie komplett ihre Materialität
verloren haben. (sw)

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