Christoph Brech

Christoph Brech, *1964 in Schweinfurt, GER, lives and works in Munich, GER; studied at Akademie der Bildenden Künste, Munich 2014 Lob der Langsamkeit, ZwischenZeit, Basel, SUI; 32. International Festival on Films on Art, Montréal, CAN 2013 Generosity, ZKM, Karlsruhe, GER

Wind
2013

Der Wind ist das verbindende Element zwischen den drei Filmen in Christoph Brechs gleichnamiger Videoinstallation aus dem Jahr 2013. Steht im ersten Film der davonwehende Rauch von abbrennenden Räucherkerzen einer taiwanesischen Tempelanlage im Fokus, so lenkt der zweite den Blick auf einen in der Luft schaukelnden Lampion. In der Mitte der u-förmig angelegten Installation ist die Projektion einer Geschäftsfassade zu sehen, deren Verkleidung aus Metallplättchen auf einen leichten Luftzug reagiert. Brech führt mit diesen drei Filmen vor, inwiefern unsere Wahrnehmung von Objekt und Raum durch Bewegung geprägt wird. Der von unten gefilmte Lampion nimmt mit seinem regelmäßigen Muster die Bildfläche so weit ein, dass er ohne die kreisförmige Bewegung nicht als Körper im Raum wahrgenommen würde. Die Fassade erschiene viel flacher, wenn die Metallplättchen sich nicht durch ein Flattern hervorheben würden. Die Räucherstäbchen weisen schließlich darauf hin, dass die Objekt
und Raum verbindende Atmosphäre mit dem durch den Raum ziehenden Rauch an ein sich bewegendes Element gebunden ist. (skh)

  • VIDEO
  • Farbe: color
  • Länge: 07:00
  • 3-Channel Video Installation